Marktbericht und Prognose für Immobilienbewirtschafter, Eigentümer und KMU

Der Schweizer Immobilienmarkt hat sich in den vergangenen Jahren als vergleichsweise widerstandsfähig erwiesen. Die Nachfrage nach Wohnraum, die begrenzte Verfügbarkeit von Bauland und die Attraktivität der Schweiz als Wohn- und Wirtschaftsstandort stützen den Markt langfristig. Gleichzeitig steigen die Anforderungen an Eigentümer, Verwaltungen und Immobilienunternehmen. Die Bewirtschaftung von Liegenschaften wird anspruchsvoller, während der wirtschaftliche Spielraum nicht automatisch mit den administrativen Aufgaben wächst.
Für 2027 zeichnen sich insbesondere fünf zentrale Einflussfaktoren ab:
Wohnraummangel
In vielen wirtschaftlich starken Regionen übersteigt die Nachfrage weiterhin das verfügbare Angebot.
Zinsentwicklung
Die Finanzierungskosten und die Erwartungen an die Rendite beeinflussen Investitionsentscheide.
Bau- und Unterhaltskosten
Die wirtschaftliche Bewirtschaftung bestehender Immobilien gewinnt weiter an Bedeutung.
Regulatorische Anforderungen
Dokumentations-, Informations- und Nachweispflichten verlangen nachvollziehbare Prozesse.
Digitalisierung
Automatisierte Abläufe und der strukturierte Zugriff auf Informationen werden zu wichtigen Wettbewerbsfaktoren.
Die zentrale Frage für Immobilienunternehmen lautet daher nicht allein, wie sich die Immobilienpreise entwickeln. Entscheidend ist auch, wie effizient sich Immobilienportfolios unter den veränderten Rahmenbedingungen bewirtschaften lassen.
Der Schweizer Wohnungsmarkt bleibt angespannt. Gemäss der Leerwohnungszählung des Bundesamtes für Statistik standen am 1. Juni 2026 schweizweit 45’493 Wohnungen leer. Das entsprach einer Leerwohnungsziffer von lediglich 0,93 Prozent. Gegenüber dem Vorjahr war die Zahl der Leerwohnungen um 6,1 Prozent gesunken. Besonders knapp ist das Angebot in einzelnen wirtschaftlich starken Regionen. Im Kanton Zürich lag die Leerwohnungsziffer bei 0,52 Prozent, im Kanton Zug sogar bei 0,20 Prozent.
(Quelle: Bundesamt für Statistik, Leerwohnungszählung 2026.)
Für 2027 deutet sich eine leichte Zunahme der Bautätigkeit an. Höhere Zahlen bei Baugesuchen und Baubewilligungen lassen erwarten, dass wieder mehr Wohnungen entstehen. Allerdings braucht es Zeit, bis bewilligte Projekte tatsächlich fertiggestellt und dem Markt zugeführt werden. Zudem ersetzen Neubauten zunehmend bestehende Gebäude. Ersatzneubauten verbessern zwar häufig die Qualität und Energieeffizienz des Bestands, erhöhen die Zahl der verfügbaren Wohnungen jedoch nicht immer im gleichen Umfang wie Neubauten auf bisher unbebauten Flächen.
Die Folge: Eine schnelle und flächendeckende Entspannung des Wohnungsmarkts ist nicht zu erwarten.
Für Immobilienbewirtschafter bedeutet dies, dass die Vermietung und Betreuung von Wohnraum in vielen Regionen anspruchsvoll bleibt. Gleichzeitig steigen die Erwartungen an eine professionelle Kommunikation mit Mietern, eine rasche Bearbeitung von Anliegen und eine transparente Verwaltung der Liegenschaften.
Die Entwicklung der Mietpreise hängt von mehreren Faktoren ab. Dazu gehören das verfügbare Wohnungsangebot, die Bevölkerungsentwicklung, die Einkommenssituation der Haushalte und die Finanzierungskosten der Eigentümer.
Wo Wohnraum knapp bleibt und die Nachfrage hoch ist, können die Angebotsmieten bei Neuvermietungen weiter steigen. In Regionen mit einem grösseren Angebot oder einer schwächeren Nachfrage kann sich die Entwicklung hingegen deutlich moderater gestalten.
«Für 2027 ist deshalb von einem differenzierten Mietmarkt auszugehen. Einheitliche Aussagen für die gesamte Schweiz greifen zu kurz.»
Wichtig ist auch die Unterscheidung zwischen Angebotsmieten und bestehenden Mietverhältnissen. Während sich neu ausgeschriebene Wohnungen an der aktuellen Marktsituation orientieren, werden bestehende Mietverhältnisse unter anderem durch mietrechtliche Vorgaben und den hypothekarischen Referenzzinssatz beeinflusst.
Immobilienverwaltungen müssen deshalb unterschiedliche Entwicklungen gleichzeitig im Blick behalten. Dazu gehören die Neuvermietung, die Verwaltung laufender Mietverträge, die Überwachung von Fristen sowie die nachvollziehbare Dokumentation mietzinsrelevanter Vorgänge. Je grösser das Portfolio, desto wichtiger werden standardisierte Prozesse und ein zentraler Zugriff auf aktuelle Informationen.
Auch der Markt für Einfamilienhäuser und Eigentumswohnungen dürfte 2027 von einer grundsätzlich stabilen Nachfrage profitieren. Begrenzte Verfügbarkeit, attraktive Wohnlagen und die langfristige Bedeutung von Wohneigentum für die Vermögensbildung stützen das Marktumfeld. Allerdings sind die Einstiegshürden hoch. Kaufpreise, Eigenmittelanforderungen und die Tragbarkeit der Finanzierung begrenzen den Kreis potenzieller Käufer. Die Preisentwicklung dürfte deshalb regional unterschiedlich ausfallen. In gefragten Zentren und wirtschaftlich starken Regionen kann die Knappheit weiterhin preisstabilisierend oder preissteigernd wirken. In weniger dynamischen Märkten sind schwächere Entwicklungen möglich. Die Raiffeisen-Immobilienstudie vom September 2026 weist zudem darauf hin, dass die Dynamik am Eigenheimmarkt nachgelassen hat und die Profitabilität von Immobilieninvestitionen zunehmend von der zukünftigen Preisentwicklung abhängt.
Für Eigentümer und professionelle Bewirtschafter rückt damit die laufende Wirtschaftlichkeit des Bestands stärker in den Vordergrund. Betriebskosten, Unterhaltsplanung, Leerstandsmanagement und eine transparente Übersicht über den Zustand der Liegenschaften werden zu wesentlichen Entscheidungsgrundlagen. Nicht allein der Marktwert einer Immobilie entscheidet über ihren langfristigen Erfolg. Ebenso wichtig ist, wie gut sie betrieben, unterhalten und wirtschaftlich gesteuert wird.
Die Zinsentwicklung bleibt ein wesentlicher Einflussfaktor für den Schweizer Immobilienmarkt. Ein vergleichsweise tiefes Zinsniveau kann Immobilieninvestitionen begünstigen. Es beeinflusst die Finanzierungskosten, die Bewertung von Immobilien und die Attraktivität alternativer Anlageformen. Für 2027 ist jedoch nicht nur das Niveau der Zinsen entscheidend, sondern auch ihre weitere Entwicklung. Veränderungen bei Hypothekarzinsen und beim hypothekarischen Referenzzinssatz können unterschiedliche Auswirkungen auf Eigentümer und Mieter haben.
Die Prognosen der Zürcher Kantonalbank vom Oktober 2026 rechnen beispielsweise mit einem möglichen Anstieg des hypothekarischen Referenzzinssatzes auf 1,50 Prozent im Jahr 2027. Gleichzeitig wird für die Schweiz ein Wachstum der Wohnungsproduktion erwartet. Solche Prognosen sind mit Unsicherheiten verbunden. Wirtschaftliche Entwicklungen, Inflation und geldpolitische Entscheide können die tatsächliche Entwicklung verändern.
Für Immobilienunternehmen empfiehlt sich deshalb eine vorausschauende Planung. Szenarien für Finanzierungskosten, Unterhaltsaufwendungen und Mieterträge helfen, mögliche Veränderungen frühzeitig zu erkennen und Investitionsentscheide fundiert vorzubereiten.
Neben den Marktpreisen wird die Kostenentwicklung für die Immobilienbewirtschaftung immer wichtiger. Gebäude müssen unterhalten, technische Anlagen gewartet, Schäden bearbeitet und gesetzliche Anforderungen eingehalten werden. Hinzu kommen die Koordination von Handwerkern, die Kommunikation mit Eigentümern und Mietern sowie die laufende Dokumentation.
Unzureichend koordinierte Abläufe verursachen zusätzlichen Aufwand. Informationen werden mehrfach erfasst, Aufträge bleiben liegen oder wichtige Termine müssen manuell überwacht werden. Gerade bei kleineren und mittleren Immobilienunternehmen kann dies die Produktivität erheblich beeinträchtigen.
Für 2027 wird daher die konsequente Optimierung der Bewirtschaftungsprozesse zu einem wichtigen Erfolgsfaktor. Dazu gehören:
• Eine zentrale und aktuelle Datenbasis für Liegenschaften und Mietobjekte.
• Standardisierte Abläufe für Schadensmeldungen und Unterhaltsaufträge.
• Eine nachvollziehbare Dokumentation von Aufgaben, Entscheiden und Zuständigkeiten.
• Eine strukturierte Termin- und Fristenkontrolle.
• Automatisierte Benachrichtigungen und wiederkehrende Arbeitsabläufe.
• Eine bessere Übersicht über Kosten, Aufträge und offene Aufgaben.
Das Ziel ist nicht, jede Tätigkeit vollständig zu automatisieren. Entscheidend ist, wiederkehrende administrative Arbeit zu reduzieren und Mitarbeitenden mehr Zeit für jene Aufgaben zu verschaffen, bei denen Erfahrung, Kommunikation und Fachwissen gefragt sind.
Die Digitalisierung der Immobilienbewirtschaftung ist längst mehr als die Ablösung papierbasierter Abläufe. Sie verändert die Art und Weise, wie Informationen verwaltet, Aufgaben koordiniert und Entscheidungen getroffen werden. Moderne Webtechnologien ermöglichen es, Daten zentral verfügbar zu machen und Prozesse über verschiedene Arbeitsplätze und Beteiligte hinweg zu steuern.
Besonders für KMU eröffnet dies neue Möglichkeiten. Sie müssen nicht zwingend grosse, komplexe IT-Systeme einführen, um ihre Arbeitsabläufe zu verbessern. Entscheidend sind Lösungen, die sich an den tatsächlichen Bedürfnissen des Unternehmens orientieren und im Alltag einfach nutzbar sind.
Ein digital unterstützter Bewirtschaftungsprozess kann beispielsweise folgendermassen aussehen:
1. Eine Schadensmeldung wird digital erfasst.
2. Die zuständige Person wird automatisch informiert.
3. Der Auftrag wird an einen geeigneten Dienstleister weitergeleitet.
4. Termine, Rückmeldungen und Dokumente werden zentral hinterlegt.
5. Die Verwaltung kann den Bearbeitungsstand jederzeit nachvollziehen.
6. Nach Abschluss des Auftrags ist der gesamte Vorgang dokumentiert.
Solche Abläufe reduzieren Medienbrüche, vermeiden unnötige Rückfragen und schaffen Transparenz. Auch die Integration verschiedener Systeme wird wichtiger. Daten müssen nicht mehrfach eingegeben werden, wenn bestehende Anwendungen sinnvoll miteinander verbunden werden können. Schnittstellen, automatisierte Datenübertragungen und klare Verantwortlichkeiten bilden dafür die Grundlage. Für 2027 zeichnet sich damit ein klarer Trend ab: Nicht die Anzahl eingesetzter Softwarelösungen entscheidet über die Qualität der Digitalisierung, sondern deren Zusammenspiel und der konkrete Nutzen im täglichen Betrieb.
Die beschriebenen Entwicklungen zeigen, dass Immobilienbewirtschafter ihre Ressourcen gezielt einsetzen müssen. Gerade KMU benötigen Lösungen, die den administrativen Aufwand reduzieren und gleichzeitig eine professionelle Betreuung der verwalteten Immobilien ermöglichen.
Hier setzt ImmoSpice.ch an: als Bewirtschaftungssoftware, die konsequent auf Webtechnologien und effiziente Abläufe ausgerichtet ist.
Der Ansatz ist besonders für Unternehmen interessant, die ihre Prozesse vereinfachen, Informationen strukturiert verwalten und wiederkehrende Tätigkeiten effizienter gestalten möchten. Eine konsequente digitale Unterstützung kann insbesondere in folgenden Bereichen einen Mehrwert schaffen:
Effiziente Arbeitsabläufe
Wiederkehrende Tätigkeiten lassen sich standardisieren und, wo sinnvoll, automatisieren. Dadurch sinkt der Aufwand für manuelle Routinearbeiten.
Zentrale Informationen
Eine strukturierte Datenhaltung erleichtert den Zugriff auf relevante Informationen und unterstützt die Zusammenarbeit im Team.
Transparenz und Nachvollziehbarkeit
Klare Zuständigkeiten und dokumentierte Abläufe erleichtern die Kontrolle offener Aufgaben und die Nachverfolgung von Vorgängen.
Flexibilität durch Webtechnologien
Webbasierte Lösungen können den ortsunabhängigen Zugriff und die Zusammenarbeit über verschiedene Arbeitsplätze hinweg unterstützen. Entscheidend sind dabei ein geeignetes Berechtigungskonzept, Datenschutz und eine zuverlässige technische Umsetzung.
Mehr Zeit für die eigentliche Bewirtschaftung
Wenn administrative Prozesse effizienter ablaufen, bleibt mehr Zeit für die Betreuung von Mietern, die Zusammenarbeit mit Eigentümern, die Planung von Unterhaltsarbeiten und die Weiterentwicklung des Immobilienportfolios.
Der Nutzen einer Bewirtschaftungssoftware zeigt sich somit nicht allein in digitalen Funktionen. Entscheidend ist, ob sie den Arbeitsalltag vereinfacht und einen messbaren Beitrag zu einer wirtschaftlichen Betriebsführung leistet.
Ausgehend von den verfügbaren Marktdaten und den veröffentlichten Prognosen lässt sich für 2027 folgendes Basisszenario ableiten:
Bereich |
Erwartete Entwicklung 2027 |
Bedeutung für Bewirtschafter |
| Wohnraumnachfrage |
In vielen Regionen weiterhin robust |
Professionelle Vermietung und Betreuung bleiben wichtig |
| Leerstand |
Regional unterschiedlich; keine schnelle flächendeckende Entspannung
erwartet |
Leerstandsmanagement und regionale Marktkenntnis gewinnen an Bedeutung |
| Angebotsmieten |
Weiterer Aufwärtsdruck in knappen Märkten, aber regional
unterschiedliche Dynamik |
Mietdaten, Vertragsmanagement und Fristenkontrolle bleiben zentral |
| Wohneigentum |
Grundsätzlich stabil, jedoch weniger dynamische Preisentwicklung möglich |
Wirtschaftlichkeit und fundierte Investitionsentscheide werden wichtiger |
| Zinsen |
Entwicklung bleibt unsicher; Veränderungen sind möglich |
Finanzierungs- und Budgetplanung benötigen Szenarien |
| Unterhalt und Betrieb |
Wirtschaftliche Steuerung bleibt zentral |
Strukturierte Auftragsbearbeitung und Kostenkontrolle
unterstützen die Effizienz |
| Digitalisierung |
Weiter steigende Bedeutung integrierter und automatisierter Abläufe |
Prozessoptimierung wird zum Wettbewerbsvorteil |
Hinweis: Die Tabelle beschreibt ein Basisszenario und keine garantierten Entwicklungen. Regionale Unterschiede und wirtschaftliche Veränderungen können zu abweichenden Ergebnissen führen.
Der Schweizer Immobilienmarkt dürfte 2027 von einer Kombination aus anhaltender Nachfrage, begrenztem Wohnraumangebot und steigenden Anforderungen an die Bewirtschaftung geprägt sein. Die Marktbedingungen bieten weiterhin Chancen. Gleichzeitig müssen Eigentümer und Verwaltungen ihre Kosten im Blick behalten, Unterhaltsarbeiten vorausschauend planen und ihre internen Abläufe laufend verbessern. Gerade für KMU wird es entscheidend sein, vorhandene Ressourcen möglichst wirkungsvoll einzusetzen. Die konsequente Digitalisierung wiederkehrender Prozesse schafft dafür eine wichtige Grundlage. Eine moderne Bewirtschaftungssoftware kann dabei helfen, Informationen zentral verfügbar zu machen, Abläufe zu vereinfachen und administrative Aufwendungen zu reduzieren.
"ImmoSpice.ch verfolgt genau diesen Ansatz: Immobilienbewirtschaftung durch konsequente Webtechnologien und effiziente Prozesse einfacher und wirtschaftlicher zu gestalten."
Denn im Immobilienmarkt von morgen wird nicht nur entscheidend sein, welche Liegenschaften ein Unternehmen betreut. Ebenso wichtig wird sein, wie professionell, transparent und effizient es diese bewirtschaftet.
Quellen und weiterführende Informationen
• Bundesamt für Statistik (BFS): Leerwohnungszählung 2026
• Bundesamt für Wohnungswesen (BWO): Wohnungsmarkt zwischen Bevölkerungswachstum und begrenztem Angebot
• Zürcher Kantonalbank (ZKB): Prognosen zum Schweizer Immobilienmarkt
• Raiffeisen Schweiz: Aktuelle Immobilienstudie
• UBS: Preisentwicklungen auf dem Immobilienmarkt
Redaktionshinweis: Dieser Beitrag basiert auf den im Oktober 2026 verfügbaren Informationen. Prognosen sind Einschätzungen und keine Garantie für die tatsächliche Marktentwicklung. Der Beitrag stellt keine Anlage- oder Rechtsberatung dar.
Der Schweizer Immobilienmarkt steht 2027 vor einer anspruchsvollen
Phase. Die Nachfrage nach Wohnraum bleibt in vielen Regionen hoch, während
Baukosten, begrenzte Flächenreserven und wirtschaftliche Unsicherheiten die
Rahmenbedingungen prägen. Für Immobilienbewirtschafter wird es deshalb immer
wichtiger, nicht nur Immobilien professionell zu betreuen, sondern auch ihre
internen Prozesse wirtschaftlich und zukunftsorientiert auszurichten.